Klimaschutz ist Naturschutz & Gesundheitsvorsorge
Eine ungebremste Klimakrise mit einer Temperaturerhöhung von 3°C und mehr gegenüber der vorindustriellen Zeit hätte verheerende Auswirkungen auf die gesamte Flora und Fauna und die gesamte Menschheit – und damit auch uns in Südbaden. Schon bei aktuell ca. 1,2-1,5° Erhöhung spüren wir die Auswirkungen von vermehrten und heftigeren Hitzewellen und Starkregenereignissen in Deutschland deutlich, und sehen fast täglich die Berichte über Wetterextreme auf der ganzen Welt. Hunderte Millionen Klimatote und Klimaflüchtlinge auf der Welt werden auch an uns nicht spurlos vorübergehen.
Als Kurort muss insbesondere Bad Krozingen Verantwortung übernehmen, um die zahlreichen negativen gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels im Rahmen seiner Möglichkeiten zu bekämpfen:
• Hitzebedingte Erkrankungen & Beschwerden: Erschöpfung, Herz-/Kreislauferkrankungen
• UV-bedingte Erkrankungen & Beschwerden
• Atemwegserkrankungen
• Vermehrte (Pollen-) Allergien
• Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch vermehrte Zecken
• West-Nil-Virus (WNV), Zika, Chikungunya, Dengue-Fieber, Malaria – Übertragung durch Stechmücken (z.B. Tigermücke) aus tropischen Gebieten
Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (www.klima-mensch-gesundheit.de/gesund-bleiben-im-klimawandel )
Wer deutschen Behörden keinen Glauben schenken mag, kann sich gerne auch International bei WHO, IPCC, COP28 u.a. darüber aus erster Hand informieren:
- www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/climate-change-and-health
- www.ipcc.ch/report/ar6/wg2/
- www.healthpolicy-watch.news/wp-content/uploads/2023/10/COP28-Health-Declaration-En-FIN.pdf
- www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(23)01859-7/abstract
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien stellt für Kommunen im südlichen Breisgau die mit großem Abstand effektivste und bedeutendste Möglichkeit dar, vor Ort Verantwortung zu übernehmen und CO2-Emissionen in vergleichsweiser kurzer Zeit deutlich zu senken. Allein die 4 geplanten Windräder im Gebiet W-157 bieten die Chance, über 25 Jahre rd. 500.000 Tonnen CO2 einzusparen (20.000 Tonnen CO2 pro Jahr). 500.000 Tonnen CO2 entspricht dabei etwa der Menge, die 2 Millionen Bäume über 40 Jahre hinweg aufnehmen können.
Zum Vergleich: Das aktualisierte Klimaschutzkonzept (www.bad-krozingen.de/klimaschutzkonzept) der Stadt Bad Krozingen von 2020 ermittelte für 2016 CO2-Emissionen von rd. 120.000 Tonnen pro Jahr und kommt bei Umsetzung aller Top20-Maßnahmen auf nur rd. 7.700 Tonnen Reduktionspotenzial pro Jahr (inklusive 3.700 Tonnen CO2 aus PV der Privathaushalte).