, Wieland Jürgen

Faktencheck: Mikroplastik durch Windräder absolut marginal

Die BI rechnet mit 320kg Mikroplastik durch die 4 Windräder pro Jahr. Dies entspricht allerdings nur marginalen 0,1-0,2% des Mikroplastikeintrags der rd. 39.000 EW aus BK, EK & Staufen von 156.000kg pro Jahr. Allein der Mikroplastikeintrags durch Schuhsolen in den 3 Orten beträgt das 15-fache der 4 Windräder.

Die BI "Unser Breisgau" verweist selbst als Quelle für die Belastung von Mikroplastik auf den Wissenschaftlicher Dienst des Deutschen Bundestags (https://www.bundestag.de/resource/blob/817020/27cf214cfbeaac330d3b731cbbd8610b/WD-8-077-20-pdf-data.pdf)

"Würde man nach vier Jahren die komplette Beschichtung im betroffenen Bereich erodiert vorfinden, ergebe sich ein maximaler Materialabtrag von 1.395 t/a für alle rund 31.000 Windkraftanlagen in Deutschland. Das sei als sehr grobe obere Abschätzung anzusehen, das heißt durch die vereinfachten Annahmen liegt der tatsächliche Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit deutlich darunter." Der Maximalwert beträgt also 45kg pro Windrad in Deutschland, während die BI von 80 kg spricht.

Zum Vergleich (gleiche Quelle: Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT) gibt die jährliche Abriebwerte von Reifen mit 102.090 t/a und von Schuhsohlen mit 9.047 t/a an.

4 Windräder ergeben somit lt. Quelle 180kg Mikroplastik pro Jahr, und selbst wenn man die 80kg pro Windrad der BI ansetzt, ergibt dies lediglich 320kg pro Jahr. Die BI schreibt hierdurch von "nachhaltiger Kontamination" des Grundwassers. 

Zur Einordnung: Die gleiche Studie des Fraunhofer-Instituts schätzt den jährlichen Pro-Kopf-Eintrag von Mikroplastik pro Person auf 4kg. Ein Satz abgefahrener Auto-Reifen hat bis zu 6kg Mikroplastik verloren.

Bei rd. 39.000 Einwohnern der 3 Kommunen Bad Krozingen, Ehrenkirchen und Staufen kommt man (*4kg) auf 156.000 kg Mikroplastik pro Jahr, womit die Belastung der Windräder marginale 0,1-0,2% beträgt.

Bei einem durchschnittlichen PKW-Bestand in Deutschland von 58,5 pro 100 EW (im vergleichsweise reichen Südwesten und im eher ländl. Raum sind es wahrscheinlich deutlich mehr) kommt man auf mind. 22.800 PKW in unseren 3 Kommunen, wobei der Mikroplastikabrieb der 4 Windräder dem Reifenabrieb von 50 dieser 22.800 Fahrzeugen entspricht. Bei rd. 2300 Einwendern der BI müssten diese also lediglich ihre KfZ-Nutzung um 2% reduzieren, um die Menge an Mikroplastik zu reduzieren, über die sie sich bei den 4 geplanten Windrädern echauffieren.